| Einigung erzielt! © F. Rasch |
Der 15. Dezember 2012 wird ein Tag, den sich möglicherweise einige Menschen im Kalender anstreichen werden. Der Poker um die Elbphilharmonie ist beendet. Die Stadt hat sich dafür entschieden mit dem umstrittenen Baukonzern Hochtief weiter zu machen.
Die Stadt Hamburg zahlt für den Bau der Elbphilharmonie zusätzliche 198 Millionen Euro damit das Bauwerk vom Baukonzern Hochtief fertiggestellt wird. Somit kostet die Elbphilharmonie bei ihrer geplanten Eröffnung im Juni 2016 stolze 575 Millionen Euro. Und das bei einer verspäteten Fertigstellung von mehreren Jahren.
Für die Zusage der Stadt weiterhin mit Hochtief als Baukonzern zu planen, macht das Unternehmen gleich mehrere Zugeständnisse: Der Bau wird 2016 schlüsselfertig übergeben., Die Stadt kann sich aus der Planung zurückziehen., Hochtief übernimmt die Haftung für die Funktionsfähigkeit der Elbphilharmonie., Es folgen keine weiteren Kosten. Dass sind einige der Zusagen die Hochtief machte.
Hätte sich die Stadt Hamburg anders entschieden, dann wäre der Bau teurer geworden als die jetzt vereinbarten 198 Millionen Euro. Zudem wäre unklar, wann genau die Eröffnung stattgefunden hätte. Trotzdem gibt es sehr viele Bürger der Hansestadt, die den Schritt der Stadt als große Fehlentscheidung sehen.
Es gibt nicht wenige Menschen in Hamburg, die das Bauwerk am liebsten sofort abreisen lassen würden, damit das Thema Elbphilharmonie endlich vom Tisch ist. Die zusätzlichen 198 Millionen Euro die jetzt fällig sind, hätten in deutlich sinnvolle Projekte investiert werden können. Zumal sich ein Bürger aus der Mittelschicht wieso kein Konzert in der Elbphilharmonie leisten kann.
„198 weitere Millionen für die Oberschicht“
So haben wir einige Menschen dazu befragt, was sie dazu sagen, dass weitere 198 Millionen Euro in das Objekt gesteckt werden: So sagte Ingrid S. aus Eppendorf: „Schade, dass in solche Vorhaben so viel Geld gepumpt wird, obwohl das Geld in vielen Stadtteilen sinnvoller angelegt wäre.“ Frank O. aus Niendorf äußerte sich etwas ironisch: „198 weitere Millionen für die Oberschicht. Großartig!“ (fr)
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