Freitag, 28. Dezember 2012

Vor 170 Jahren: Der Große Hamburger Brand

Hamburger Brand 1842 © *  
Im Mai 2012 jährte sich der Große Hamburger Brand von 1842 zum 170. Mal. Die Ursache wie es zu dem Feuer kam ist bis heute ungeklärt. Theorien gibt viele. Mit diesem Beitrag wollen wir an dieses Ereignis erinnern, dass das Gesicht der Stadt entscheidend veränderte.

Neben dem Zweiten Weltkrieg war der Große Hamburger Brand von 1842 sicherlich eines der Ereignisse, dass das Gesicht der Stadt maßgeblich veränderte. Bis heute ist unklar wie es zu der Katastrophe vor 170 Jahren gekommen ist. Es gibt zahlreiche Theorien für eine mögliche Erklärung: Selbstentzündung, Brandstiftung oder auch Leichtsinn sind einige der möglichen Erklärungen.

Mit etwa 160.000 Einwohnern war Hamburg 1842 für damalige Verhältnisse bereits eine sehr große Stadt mit sehr engen Gassen im Zentrum. Die Innenstadt reichte damals bis zur Binnenalster. Der heutige Stadtteil Uhlenhorst war Sumpfgebiet und in Harvestehude standen einige Sommerhäuser von Hamburger Kaufleuten.

Laut mehreren Berichten brach das Feuer in der Deichstraße in auf einem der Speicher aus. Von dort breitete sich der Brand rasend schnell aus und zog Richtung Norden, durch die Hamburger Innenstadt, fast bis zum Gänsemarkt. Trotz dem Bemühen der 1.100 Hamburger Feuerwehrleute und der reisenden Gesellen, die mit anpacken mussten.

Kaufleute lagerten Schießpulver

Innerhalb von sehr kurzer Zeit stand fast die ganze Stadt in Flammen: Rödingsmarkt, Speersort, Neuer Wall und viele weitere Straßen Hamburgs. Trotz dem Bemühen der Feuerwehrleute war der Brand nicht mehr zu stoppen. Was auch daran lag, dass das Wasser in den Kanälen nicht mehr zum löschen verwendet werden konnte.

Viele Kaufleute hatten Schießpulver auf ihren Speichern gelagert, den sie in den Kanälen entsorgten, weil sie Angst hatten, das es zu einer Explosion kommen könnte. So entstand in den Kanälen ein Gemisch aus Alkohol, Treibstoff und Schießpulver. Der Spritzenmeister Adolf Repsold sah als einzigen Möglichkeit, dass Feuer zu stoppen, indem man Häuser sprengt, doch das verbot der Polizeisenator vorerst.

Als sich das Feuer immer weiter ausbreitete, waren tausende Hamburger auf der Flucht in Richtung Alster. Die Menschen auf der Ostseite der Alster wollten auf das Westufer, da es dort nicht brannte. Eine Überfahrt konnten sich nur die Reichen leisten. Der Große Brand von 1842 forderte 51 Menschenleben und mehr als 20.000 Bürger wurden obdachlos. (fr)

Fortsetzung folgt... (In einem zweiten Beitrag zum Großen Brand)

Die Karte zeigt wo sich der Brand ausbreitete. © *  
Infos zu den Bildquellen (*): Bild 1 oben links zeigt das Bild "Hamburger Brand Zollenbruecke" und ist eine kolorierte Lithographie von Peter Suhr (1788-1857). Das Bild 2 zeigt eine Karte von 1843. Urheber ist: Dr. H. Schleiden. Beide Bilder stammen von wikipedia.org und sind gemeinfrei, da die urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

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