Samstag, 21. April 2012

FC St. Pauli gegen Rostock: Hamburg droht ein Krawall-Wochenende

Derby Marsch © F. Rasch
Am Sonntag trifft der FC St. Pauli auf Hansa Rostock. Obwohl das Oberverwaltungsgericht untersagt hat, dass Karten an Rostocker Fans verkauft werden dürfen, werden 2.000 Anhänger des Klubs in Hamburg erwartet. Daher meiden Sie am Sonntag den Gefahrenbereich.

Die Polizei erwartet für den kommenden Sonntag Krawalle in Hamburg. Der Grund: Der Zweitligist FC Hansa Rostock gastiert beim FC St. Pauli. Das Oberverwaltungsgericht hat entschieden, dass keine Karten an die Rostocker Fans verkauft werden dürfen. Diese Entscheidung könnte alles noch schlimmer machen.

Aufgrund der Entscheidung des Gerichts wollen 2.000 Rostocker nach Hamburg reisen um zu „demonstrieren“. Eigentlich war ein Marsch vom Bahnhof Altona zum Millerntor geplant. Das Oberverwaltungsgericht untersagte den „Derby Marsch“ und legt sich fest, dass die Rostocker am Hauptbahnhof ausharren müssen. Es gibt keinen Marsch, dafür will die Polizei sorgen.

Die Hansa-Fans haben bereits angekündigt trotzdem marschieren zu wollen. Zudem wurde widerholt Einspruch gegen die Entscheidung des Gerichts eingelegt. Dennoch wird es das Oberverwaltungsgericht beim Verbot belassen, dass ist so gut wie sicher. Ob sich die Rostocker Anhänger wirklich vom Verbot und der Polizei stoppen lassen, dass darf bezweifelt werden.

Richtig brenzlig wird die Situation durch die FC St. Pauli-Ultras, die angekündigt haben das Spiel nicht sehen zu wollen. 2.000 Ultras verzichten auf die Partie im Millerntor Stadion. Stattdessen wollen sie die Zeit in umliegenden Straßen verbringen. Sollten die Randalierer aus Hamburg und Rostock aufeinandertreffen besteht höchste Krawall-Gefahr.

Das Gefahrengebiet (Landungsbrücken, Fischmarkt, Reeperbahn, St. Pauli, Feldstraße, Messehallen und möglicherweise der Hauptbahnhof) sollte unbedingt gemieden werden. Umfahren Sie die betroffenen Orte weiträumig. Die Polizei ist am Sonntag mit etwa 1.500 Beamten im Einsatz und ist jederzeit dazu berechtigt Passanten im Gefahrengebiet zu überprüfen. (fr)

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