Samstag, 17. Juli 2021

Haustier-Abgabewelle für Tierheime nach Lockdown

In Zeiten der Corona-Pandemie und des damit verbundenen Lockdowns haben sich viele Menschen ein Haustier zugelegt. Dank Homeoffice war endlich Zeit sich um einen Hund zu kümmern. Allerdings scheint es sehr viele Menschen in Deutschland zu geben, die sich das leichter vorgestellt haben, oder die sich vorab kaum Gedanken über den zeitlichen Umfang gemacht haben. 

Auf die Tierheime in Deutschland steuert eine Abgabewelle zu. Immer mehr Menschen wollen ihren erst vor Monaten gekauften Hund plötzlich wieder abgeben. Einige Tierheime sind schon seit Wochen restlos überfüllt, da zahlreiche ausgesetzte Tiere aufgenommen wurden, oder die Besitzer diese im Tierheim abgegeben haben. 

Hauptgrund der Abgabenwelle ist, dass die einstiegen Besitzer sich in Zeiten des Lockdowns beispielsweise einen Hund zugelegt haben und nun feststellen, dass der Vierbeiner nichts für sie ist. Scheinbar hat man sich im Vorwege keine Gedanken gemacht, dass der Hund nicht immer ein Welpe bleiben wird, oder die Homeoffice-Zeit irgendwann wieder enden wird. Plötzlich hat man keine Zeit mehr für den Hund. 

Die Verantwortlichen in den Tierheimen gehen davon aus, dass die große Abgabewelle noch folgt: In der Ferienzeit werden traditionell sehr viele Haustiere ausgesetzt, oder in ein Tierheim gebracht. Durch den anstehenden Urlaub sehen einige Menschen keine andere Möglichkeit, als sich so schnell wie möglich vom Haustier zu trennen. 

Mit der Anschaffung eines Tieres übernimmt der Halter Verantwortung, ein ganzes Tierleben lang. Ein Hund beispielsweise ist keine Schmuckstück oder Möbelstück, dass man nach Belieben zurückgeben kann, wie es einem gut passt. Trotzdem ist das leider gängige Praxis. Daher benötigen die Tierheime in Deutschland dringend finanzielle Unterstützung. Viele Einrichtungen sind dringend auf Spenden angewiesen.

Foto: Einsamer Hund. © Frank Rasch

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