Egal ob man Uwe Seeler persönlich kannte, oder auch nicht, die Nachricht von Uwe Seelers Tod am Donnerstag, traf viele Menschen in Deutschland wie ein Blitz. In Sachen Menschlichkeit, Treue und Bescheidenheit gibt es kaum Menschen wie es Uwe Seeler war – ganz egal ob als Privatmensch oder Sportler. „Uns Uwe“ war bei allen Fußballfans auf der Welt gleichermaßen sehr beliebt.
In seiner aktiven Zeit als Fußballer, galt Uwe Seeler als der beste Stürmer der Welt. Nach seiner Zeit in der HSV-Jugend ab 1946 wechselte er 1953 in die Herrenmannschaft, wo er bis zu seinem Karriereende 1972 spielte. Trotz großer Angebote europäischer Topvereine entschied sich Uwe Seeler gegen das große Geld und für den HSV und Hamburg. Ein Wechsel kam für den „Besten HSVer aller Zeiten“ nicht in Frage.
In seiner Zeit beim HSV hatte Uwe Seeler großen Anteil an den vielen Erfolgen des Vereins. Aber auch in der Nationalmannschaft war Uwe Seeler in seinen 72 Länderspielen sehr erfolgreich. 43 Tore erzielte er für das DFB-Team. Die Liste seiner Erfolge ist lang. Durch das umstrittene „Wembley-Tor“ und dem WM-Sieg Englands 1966 holte Uwe Seeler nie einen Weltmeistertitel mit der Nationalmannschaft. Erfolgreich war er trotzdem.
Uwe Seeler war einzigartig
Neben seiner großartigen sportlichen Karriere war Uwe Seeler aber auch neben dem Platz sehr beliebt. Kein Fußballer ist und war wie Uwe Seeler. „Uns Uwe“ ist einzigartig und genau deswegen liebten ihn die Menschen. Erfolgreich und dennoch sehr bescheiden. Genau aus diesem Grund wollen sich jetzt so viele Menschen von Uwe Seeler verabschieden. Das wurde beim letzten HSV-Spiel am Sonntag sehr deutlich.
Der schönste Abschied den Hamburg je erlebt hat
Vor dem Anpfiff des Spiels zwischen dem Hamburger SV und Hansa Rostock wurde es sehr emotional in der Arena. In der Nordkurve gab es eine große Choreographie mit dem Schriftzug „Uns Uwe – Loyal und bescheiden – der größte aller Zeiten“. Viele HSV-Fans hatten schwarze Kleidung an und die Spieler beider Teams hielten einen Banner hoch mit der Aufschrift: „Uns Uwe – Sportler. HSVer. Mensch.“
Dazu gab es auf der Leinwand ein paar Bilder aus der aktiven Karriere Seelers und immer wieder laute Uwe-Rufe der etwa 55.000 Menschen im Stadion. Der frühere „Tagesschau“-Sprecher Jo Brauner (84) hielt eine Trauerrede. Bei vielen Fans im Stadion und vor dem TV-Bildschirmen liefen während der Trauerzeremonie die Tränen. Es war wohl der schönste Abschied den Hamburg jemals erlebt hat.
Uwe Seeler Fuß ist ein Ort des Gedenkens
Vor dem Volksparkstadion, am Uwe Seeler Fuß, haben seit Donnerstag viele Fans Abschiedgrüße und ihre Trauerbotschaften hinterlegt. Aber auch Fans anderer Vereine haben dort Grüße hinterlassen. Der Ort vor dem Stadion ist jetzt ein Ort des Gedenkens an ein großes hanseatisches Vorbild und großartigen Menschen: „Uns Uwe“. Unser Mitgefühl zu diesem Verlust gilt der Familie und allen Freunden der Seelers. Danke an einen vorbildlichen Sportmann und echten HSVer – Uwe Seeler.
Fotos: © Frank Rasch
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