Hamburg ist neben Wiesbaden die Stadt in Deutschland, wo die motorisierten Verkehrsteilnehmer am längsten im Stau stehen. Dieses Ergebnis brachten die neuesten Daten des „TomTom Traffic Index“ für 2021 hervor. Insgesamt wurden bei dieser Analyse die Daten aus 27 deutschen Städten ausgewertet. Die Hansestadt steht in dieser, wenig erfreulichen Rangliste, sogar noch vor Städten wie Berlin und Frankfurt.
Laut den Daten von „TomTom“ braucht man in der Hansestadt mit dem Pkw, Lkw oder Motorrad im Durchschnitt 31 Prozent länger als es im Idealfall nötig wäre. Die schlimmste Zeit ist freitags ab 14 Uhr. Dann verdichtet sich der Verkehr in Hamburg ganz besonders extrem und man muss deutlich mehr Fahrzeit einplanen. Scheinbar gibt es gleich mehrere Gründe für die vielen Staus in der Hansestadt.
Eigentlich könnte man denken, dass sich durch das Arbeiten im Home-Office der Verkehr reduziert hat. Das ist allerdings nicht ganz richtig. Viele Menschen haben in der Zeit der Pandemie den öffentlichen Nahverkehr gemieden und sind deswegen auf das Fahrrad oder Auto umgestiegen. Dadadurch hat sich die Zahl der Verkehrsteilnehmer nur geringfügig reduziert. Einer der Hauptgründe für Staus sind die Baustellen in Hamburg.
Schlechte Baustellen.Koordination
Die Zahl der Straßenbauarbeiten hat in den vergangenen zwei Jahren deutlich zugenommen. Immer mehr Straßen in der Stadt werden mordernisiert und das erfordert teilweise, dass einige Straßen komplett gesperrt, oder nur eingeschränkt genutzt werden können. Eines der Hauptprobleme ist die mangelhafte Koordination der Baustellen.
Obwohl man in der Hamburger Politik darum bemüht ist die vielen Straßenbaustellen in der Stadt zu koordinieren, gelingt dieses Vorhaben scheinbar kaum. Warum sonst kommt es in Hamburg immer wieder vor, dass zwei benachbarte Straßen gleichzeitig erneuert werden? Dadurch fehlt es an benachbarten Alternativstrecken, auf denen der Verkehr umgeleitet werden könnte. Viele Staus könnten durch bessere Planung vermieden werden.
Foto: Stau in Hamburg. © FOtto
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