Mittwoch, 20. Januar 2021

Corona Pandemie: Die Angst vor der Ausgangssperre

In der vergangenen Woche wurde angekündingt, dass sich die deutschen Länderchefs und Kanzlerin Angela Merkel am Dienstag zusammensetzen wollen, um über weitere Maßnahmen in der Corona-Pandemie zu beraten. Viele Bürger fürchteten und befürchteten, dass man sich in Berlin möglicherweise für eine Ausgangssperre entscheiden wird. 

Insgesamt siebeneinhalb Stunden haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die deutschen Länderchefs am Dienstag beraten um gemeinsame Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu beschließen. Viele Bürger befüchteten weitere Einschränkungen wie beispielsweise eine nächtliche Ausgangssperre. Am späten Dienstagabend wurde der Bevölkerung mitgeteilt, worauf man sich in den nächsten Wochen einstellen muss. 

Die von der Kanzlerin befürwortete nächtliche Ausgangssperre wird es vorerst nicht geben. Wie man es erwartet hatte wird der Lockdown bis zum 14. Februar verlängert um eine Ausbreitung des mutierten Coronavirus zu verhindern. Auch die von Merkel geforderte vollständige Schließung der Schulen bis zum 14. Februar ist vom Tisch. Die Schulen bleiben weitestgehend geöffnet und die Präsenzpflicht wird weiterehin ausgesetzt. 

Für Unternehmen gilt den Mitarbeitern Homeoffice zu gestattet, sofern das möglich ist. Wenn das aus betrieblichen Gründen nicht umsetzbar ist, sollen die Firmen ihre Mitarbeiter für die Arbeit mit Masken ausstatten und es müssen große Abstände unter den Mitarbeitern eingehalten werden. Im Bus- und Zugverkehr müssen die Fahrgäste in Zukunft FFP2- oder OP-Masken tragen. Eine Alltagsmaske reicht nicht mehr aus. 

Pflege- und Altenheime werden als „schutzbedürftige Orte mit erhöhtem Infektionsgeschehen“ eingestuft. Personen in diesen Einrichtungen sollen direkt vor Ort auf Corona getestet werden. Wie genau das umgesetzt wird ist teilweise noch unklar. Derzeit wird noch an einer ausgereiften Test-Strategie gearbeitet. 

Foto: Der Reichstag in Berlin. © Frank Rasch

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